Gehts noch unsensibler?

Die Stadt Linz gibt vor, Bäume, wann immer möglich, zu schützen und neue zu pflanzen, um der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, und fällt ohne Federlesens und öffentlicher Ankündigung eine alte, schöne, alleinstehende Tanne im denkmalgeschützten Bauernbergpark vor den Augen entsetzter Anrainer, um sie als Weihnachtsbaum vor dem neuen Rathaus (in dem sich das Büro des verantwortlichen Beamten befindet) aufzustellen.

Die Begründung, sie entstamme einer Christbaumkultur, entbehrt jeder Glaubwürdigkeit. Dann werden noch Wachen am Fällungsort und vor dem Rathaus postiert, um Beileidsbezeugungen der Bevölkerung zu verhindern, Kerzen und Blumen werden sofort entfernt, um „keine Pilgerstätte“ zu ermöglichen. Gehts noch totalitärer? Da kommt Weihnachtsfreude auf!

 Im übrigen konnte die Rodung gesunder alter Bäume in Ebelsberg an der Wambacherstraße, die als Bannwald dienen sollten, nur durch gerichtliche Klageandrohung der Nachbarn gestoppt und die Fällung der Bäume im Museumspark durch schnelles Einschreiten aufmerksamer Bürger im letzten Moment verhindert werden.

Ein alter erhaltungswürdiger Baum am Fuße der Gugl wurde „aus Versehen“ vor Einholung eines Gutachtens umgemacht.


Umweltschutz a la Linz.
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Ursprünglich veröffentlicht auf Intiative „Blattform“ Natur & Stadt

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